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Blog von Pearl Technology

Beyond Borders: Was die Finanzierung des Gesundheitswesens über die Patientenerfahrung verrät

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Was Radiologiefachpersonen lernen können, wenn sie über ihr eigenes System hinausblicken

Im März und April reiste ich durch Singapur, Hongkong, Australien und Südkorea – um Vertriebspartner und Kund:innen zu treffen, einen Radiologiekongress zu besuchen und zu verstehen, wie unterschiedliche Gesundheitsmärkte im Alltag wirklich funktionieren.

Vier Länder, die sich stark voneinander unterscheiden. Und doch begegnete mir immer wieder dieselbe Grundfrage.

 

 

Larissa Meister, International Business Development Managerin bei Pearl Technology AG, mit dem Ziel, die Patientenpositionierung weltweit zu verbessern.


Was verbirgt sich unter der Oberfläche?

Singapur wirkt mit rund 6 Millionen Menschen und einer der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt äusserst organisiert und kompakt. Hongkong ist ähnlich dicht und schnelllebig: Mehr als 7 Millionen Menschen leben auf engem Raum, wo Tempo zum Alltag gehört. Australien erstreckt sich über fast 7,7 Millionen Quadratkilometer, zählt aber nur rund 27 Millionen Einwohner:innen. Südkorea erzählt eine ganz andere Geschichte: mehr als 50 Millionen Menschen, eine starke Infrastruktur und ein Gesundheitssystem, das für schnellen Zugang und hohe Effizienz bekannt ist.

Diese Zahlen sind mehr als blosse Geografie. Sie prägen, wie das Gesundheitswesen organisiert ist, wie Patient:innen Zugang zur Bildgebung erhalten und wie Radiologieabteilungen unter Druck geraten. Doch die tieferliegenden Unterschiede zwischen den Ländern lassen sich nicht allein durch die Geografie erklären. Was die Radiologie am stärksten prägt, ist weniger sichtbar: wie jedes Land sein Gesundheitssystem finanziert. Und damit die eine Frage, die überall mitschwingt: wer bezahlt, und wie viel?

 

WARUM DIE FINANZIERUNG DAS FUNDAMENT IST

Es ist eine Frage, die im Alltag selten zuerst gestellt wird. Wenn Radiologiefachpersonen überlegen, was die Arbeit leichter oder schwerer macht, sind meist folgende Faktoren im Vordergrund: Geräte, Personal oder Arbeitsabläufe. Diese Faktoren sind wichtig. Doch dahinter wirkt etwas Grundlegenderes.

Die Finanzierung bestimmt den Zugang, die Wartezeiten und die Kapazität. Sie entscheidet darüber, ob Abteilungen mit der Nachfrage Schritt halten können oder unter ständigem Druck stehen. Und sie legt fest, wie viel Spielraum für eine konstante, hochwertige Patientenversorgung bleibt.

Ein Scanner schafft nur dann einen Mehrwert, wenn Patient:innen Zugang zu ihm haben, das Personal Zeit hat, sorgfältig zu arbeiten, und das System die Arbeitslast tragen kann. Die Finanzierung ermöglicht oder begrenzt all dies.

In allen Ländern, die ich besuchte, prägten dieselben Fragen das Erleben der Patient:innen:

  • Wer bezahlt die Untersuchung – Staat, Versicherer, Patient:in oder eine Kombination davon?

  • Wie offen ist der Zugang, und wie wird die Nachfrage gesteuert?

  • Wie viel Kapazität ist vorhanden?

  • Wie stark ist das System reguliert?

Diese Faktoren erklären mehr über die Radiologie als jedes einzelne Gerät.

 

SINGAPUR: STRUKTURIERT, AUSGEWOGEN UND RUHIG

Singapur war meine erste Station und hatte für mich einen gewissen sentimentalen Wert.

Vor fast zehn Jahren war Singapur eines der ersten Reiseziele, das ich als Backpackerin besuchte. Damals hatte ich gerade die Freiheit entdeckt, unabhängig zu reisen und die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Ein Jahrzehnt später zurückzukehren, fühlte sich überraschend emotional an. Diesmal kam ich nicht mit dem Rucksack an, um die Welt als Reisende zu entdecken, sondern mit dem Koffer – um sie aus geschäftlicher Perspektive zu erkunden und etwas über Gesundheitssysteme und Radiologiemärkte zu lernen.

Ich habe gelernt, dass Singapur für ein bewusst gesteuertes System steht. Die staatliche Aufsicht ist stark, während Patient:innen über Kostenbeteiligungen zur Finanzierung beitragen. Dieses Gleichgewicht ist gewollt: Es verhindert eine unkontrollierte Nachfrage und sichert zugleich den Zugang.

Die Radiologie wirkte stabil und kontrolliert. Termine waren organisiert, Verzögerungen begrenzt, und der Druck im Arbeitsablauf wurde gesteuert, statt einfach aufgefangen zu werden.

Für Radiologiefachpersonen ist diese Struktur im Arbeitsalltag unmittelbar spürbar. Wo das System trägt, bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die Kommunikation mit den Patient:innen, die Positionierung, den Komfort und die Bildqualität.

Singapur zeigt, wie sich das Patientenerleben verbessert, wenn Koordination – und die dahinterstehende Finanzierung – im System verankert ist und nicht den Einzelnen überlassen bleibt.

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Eine weitere Beobachtung war die Offenheit gegenüber neuen Lösungen. Radiologiefachpersonen waren oft bereit, Produkte direkt am Scanner zu testen und Verbesserungen im Arbeitsablauf und beim Patientenkomfort zu besprechen. Es herrschte eine deutliche Neugier auf kontinuierliche Verbesserung – passend zur ausgeprägten Innovationskultur Singapurs.

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Kulinarisch wurde ich vollkommen verwöhnt. Ich probierte Gerichte, die mir völlig neu waren, und führte Geschäftsgespräche in belebten Food Courts, ganz anders als zu Hause. Schon das war ein Erlebnis für sich. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die herzliche Gastfreundschaft, die mir während des gesamten Besuchs begegnete.

 

AUSTRALIEN: WENN REGULIERUNG DEN ENGPASS VERSCHIEBT

Bei meiner Ankunft in Australien fiel mir als Erstes die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen auf. Von völlig Fremden für ein lockeres Gespräch angesprochen zu werden, schien vollkommen normal zu sein – etwas, das ich als richtig erfrischend empfand.

Immer wieder wurde mir auch die schiere Grösse des Landes bewusst. Distanzen, die auf der Karte überschaubar wirken, erweisen sich oft als alles andere als das. Australien bringt eine weitere Dimension ins Spiel. Schon die Geografie allein verändert die Gesundheitsversorgung in einem riesigen und dünn besiedelten Land grundlegend.

Über die Geografie hinaus hat das Finanzierungssystem – das auf Medicare aufbaut und historisch stark von Regulierung geprägt ist – nicht nur den Zugang zur Bildgebung beeinflusst, sondern auch, wer sie erbringen und abrechnen darf. Der Zugang zur MRT etwa war lange durch Lizenz- und Berechtigungsvorschriften eingeschränkt.

Das ändert sich nun. Regulatorische Hürden dürften abgebaut werden, was die Kapazität erhöht. Diese Verschiebung wird jedoch wahrscheinlich einen neuen Engpass offenlegen: die Verfügbarkeit von Fachpersonal. Radiologiefachpersonen und Radiolog:innen könnten zum limitierenden Faktor bei der Erweiterung des Systems werden.

Das verdeutlicht ein übergeordnetes Prinzip: Technologie allein schafft keine Kapazität. Ein Scanner ist nur so leistungsfähig wie die Menschen, die ihn bedienen. Finanzierung reicht daher über die Infrastruktur hinaus bis in die Nachhaltigkeit des Personals.

Eine weitere deutliche Beobachtung war Australiens ausgeprägte Kultur der Sicherheit und des Risikomanagements. Sie war auch ausserhalb des Gesundheitswesens sichtbar – von Warnungen vor gefährlichen Meeresströmungen und gesperrten Stränden bis hin zu «Dingo Safe»-Schildern in Nationalparks. Dieselbe Haltung spiegelte sich in den Radiologieabteilungen wider, wo der Zugang zur MRT strenger kontrolliert wurde als in vielen anderen Ländern. Das zeugt von einem System, das Sicherheit, Standardisierung und Prävention als Grundwerte priorisiert.

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HONGKONG: Guter ZUGANG, HOHE NACHFRAGE, Stetiger DRUCK

Hongkong war ein kleiner Kulturschock – vor allem, nachdem ich die letzten Tage meiner Australienreise in einem abgelegenen Nationalpark ohne Internetverbindung verbracht hatte.

Der Kontrast hätte kaum grösser sein können. Plötzlich war ich umgeben von aufragenden Wolkenkratzern, dichten Menschenmengen und einer Stadt, die sich von morgens bis abends mit voller Geschwindigkeit zu bewegen schien. Doch es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass Hongkong weit mehr zu bieten hat als seine berühmte Skyline. Trotz seiner Dichte ist die Natur nie weit entfernt.

An meinem freien Sonntag beschloss ich spontan, eine Wanderung in Angriff zu nehmen, die oft als eine der anspruchsvollsten Hongkongs beschrieben wird. Im Rückblick ist «Wanderung» vielleicht ein grosszügiger Begriff. Zeitweise kam es einer Klettertour deutlich näher. Nach weit mehr Anstrengung als erwartet erreichte ich schliesslich den Gipfel – und wurde mit … Nebel belohnt. Zum Glück rissen die Wolken hin und wieder gerade so weit auf, dass sie den Blick auf die Skyline darunter freigaben.

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Das Erlebnis führte mir vor Augen, wie viel Leben sich auf so kleinem Raum konzentriert. Dieselbe Dichte und Intensität spiegeln sich auch im Gesundheitssystem Hongkongs wider.

Im Vergleich zu Australien zeigt Hongkong die gegenteilige Dynamik. Das öffentliche System ist stark subventioniert, was einen breiten Zugang sicherstellt. Die Nachfrage ist jedoch weitgehend unbegrenzt.

Die Folge sind erhebliche Wartelisten – insbesondere für die MRT. Die Herausforderung liegt nicht in der Leistungsfähigkeit oder der Technologie, sondern im Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Kapazität.

Operativ schlägt sich dieser Druck auch in den täglichen Arbeitsabläufen nieder. Geräte und Materialien sind in der Regel verfügbar, und es gibt einen sichtbaren Fokus auf Hygiene – einschliesslich des verbreiteten Einsatzes von Handwaschstationen und Sauberkeitsmassnahmen in allen Bereichen des Gesundheitswesens. Gleichzeitig wirkt das System sehr schnelllebig, mit einem starken Fokus auf Durchsatz und Effizienz, passend zum urbanen Umfeld insgesamt.

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Die zentrale Lehre ist einfach: Verfügbarkeit allein genügt nicht. Echte Wirkung entsteht, wenn Hilfsmittel in stabile, wiederholbare Arbeitsabläufe eingebettet sind – etwas, das bei struktureller Überlastung schwieriger wird.

Ausserhalb der Arbeit zeigte mir mein Partner vor Ort eine viel authentischere Seite Hongkongs.

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Zwischen dem Probieren unzähliger lokaler Gerichte und meinem ersten traditionellen Yum Cha lernte ich schnell, dass Essen in dieser Stadt eine eigene Sprache ist.


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SÜDKOREA: EFFIZIENZ, DIE IM SYSTEM ANGELEGT IST

Südkorea hinterliess schon bei der Ankunft am Flughafen einen starken Eindruck. Der Kontrast zwischen hochmoderner Infrastruktur und einer Kultur mit tiefen historischen Wurzeln fühlte sich einzigartig an – selbst nach mehreren sehr unterschiedlichen Stationen dieser Reise.

Das Land stach durch Tempo und Systemeffizienz hervor. Der Zugang zur MRT war oft schnell, und die Abteilungen wirkten trotz hohen Volumens organisiert.

Das System beruht auf einer privaten Krankenhausversorgung in Kombination mit einer nationalen Krankenversicherung. Patient:innen übernehmen einen erheblichen Anteil der Kosten selbst, was klare Anreize für Effizienz, Investitionen und Servicequalität schafft.

Diese Struktur ermöglicht einen hohen Durchsatz, ohne zwangsläufig Unordnung zu erzeugen. Effizienz ist in den Anreizen verankert, statt durch Druck erzwungen zu werden.

Bemerkenswert war: Tempo bedeutete nicht Chaos. Gut gestaltete Prozesse und aufeinander abgestimmte Anreize ermöglichen sowohl Durchsatz als auch Kontrolle.

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Das Gesundheitswesen in Südkorea ist zudem eng mit Lebensstil und Prävention verbunden. Auf einem Spaziergang durch die Stadt entdeckte ich ein Gebäude, das eine luxuriöse Shopping-Umgebung, einen Supermarkt und einen auf Gesundheit und Langlebigkeit ausgerichteten Bereich mit Fitness- und Wellnessangeboten vereinte.. Es zeigte, wie stark Gesundheit in den Alltag integriert ist.

Am eindrücklichsten war jedoch, die koreanische Geschäftskultur aus erster Hand zu erleben. Es gibt unzählige ungeschriebene Regeln: wer wem die Getränke einschenkt, wann man beim Überreichen beide Hände benutzt, und vieles mehr. Vom anfänglichen Gefühl, davon überfordert zu sein, bis zum allmählichen Verstehen ihrer Bedeutung wurde es zu einer der bereicherndsten Erfahrungen der Reise.

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Am meisten blieb mir in Erinnerung, wie sich zwei sehr unterschiedliche Kulturen mit so viel gegenseitigem Respekt, Offenheit und echter Neugier begegnen konnten.

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Was DIE PATIENTENPOSITIONIERUNG ÜBER ALL DIES VERRÄT

In allen Ländern, die ich besuchte, kehrte ein praktisches Thema immer wieder: die Patientenpositionierung.

So unterschiedlich Gesundheitssysteme auch sein mögen – Radiologiefachpersonen stehen vielen der gleichen täglichen Herausforderungen gegenüber. Patient:innen können ängstlich sein, Schmerzen haben, sehr jung oder älter sein oder schlicht nicht in der Lage sein, eine schwierige Position lange zu halten. Abteilungen benötigen reinigbare Materialien, eine zuverlässige Fixierung, effiziente Arbeitsabläufe und Positionierungslösungen, die einen ohnehin vollen Terminplan nicht zusätzlich verkomplizieren.

Während der Besuche zeigte sich, dass die Patientenpositionierung selten als eigenständiges Thema betrachtet wird. Vielmehr steht sie am Schnittpunkt vieler Prioritäten: Patientenkomfort, Bildqualität, Untersuchungseffizienz, Infektionsschutz und Arbeitsbelastung des Personals.

Gut positionierte Patient:innen bleiben mit höherer Wahrscheinlichkeit während der gesamten Untersuchung bequem gelagert, bewegen sich seltener und liefern eher schon beim ersten Versuch Bilder in diagnostischer Qualität. Kleine Verbesserungen bei der Positionierung können daher Effekte haben, die weit über den Komfort allein hinausreichen. Sie können Wiederholungsaufnahmen reduzieren, die Effizienz der Arbeitsabläufe unterstützen und zu einem positiveren Patientenerleben beitragen.

Die Patientenpositionierung wird zudem zu einem sichtbaren Ausdruck dessen, was ein Gesundheitssystem priorisiert. In einer gut ausgestatteten, gut besetzten Abteilung ist eine sorgfältige Positionierung oft gängige Praxis. In Umgebungen mit hohem Druck wird sie womöglich als Erstes verkürzt, wenn die Zeit knapp wird. Doch gerade dann wird eine wirksame Unterstützung bei der Positionierung am wertvollsten.

In den verschiedenen Ländern unterschieden sich die Abteilungen in ihren Finanzierungsmodellen, ihrem Personalbestand, ihren Patientenzahlen und ihrem regulatorischen Umfeld. Bemerkenswert konstant blieb hingegen der Bedarf an praktischen Lösungen, die Radiologiefachpersonen dabei helfen, sichere, effiziente und komfortable Untersuchungen durchzuführen. Unabhängig davon, ob eine Abteilung in Singapur, Hongkong, Australien oder Südkorea tätig war, waren die zugrunde liegenden Herausforderungen oft überraschend ähnlich.

Deshalb müssen Positionierungshilfen gute Praxis unterstützen, statt ideale Bedingungen vorauszusetzen. Sie müssen in stark ausgelasteten Abteilungen funktionieren, in denen die Zeit knapp ist, die Reinigung schnell gehen muss und verschiedene Mitarbeitende dieselbe Lösung einheitlich nutzen können. Gut gestaltet, unterstützen Positionierungslösungen nicht nur einzelne Untersuchungen – sie unterstützen das übergeordnete Ziel, das jedes Gesundheitssystem teilt: eine hochwertige Versorgung zu bieten und zugleich das bestmögliche Erlebnis für die Patient:innen zu schaffen.

 

ÜBER DAS EIGENE SYSTEM HINAUSBLICKEN

Kein System ist universell optimal. Jedes spiegelt unterschiedliche Abwägungen zwischen Zugang, Kosten, Kapazität und Regulierung wider.

Singapur steht für ein kontrolliertes Gleichgewicht. Hongkong zeigt die Folgen hoher Nachfrage bei begrenzter Kapazität. Australien verdeutlicht regulatorische und personelle Dynamiken. Südkorea veranschaulicht Effizienz durch Anreize.

Die zentrale Erkenntnis ist nicht der Vergleich, sondern die Perspektive. Viele operative Herausforderungen sind systemisch statt lokal bedingt. Viele Best Practices sind kontextabhängig. Und Verbesserungen liegen oft in der Gestaltung der Arbeitsabläufe, in der Standardisierung und in der Unterstützung durch passende Hilfsmittel – und nicht in isolierten Anstrengungen einzelner Abteilungen.

Das Patientenerleben beginnt lange vor der Bildgebung. Es wird geprägt durch Zugang, Wartezeiten, Personal, Infrastruktur und die Finanzierungsentscheidungen, die dahinterstehen.

 

ABSCHLIESSENDER GEDANKE

Meine Reise durch Singapur, Australien, Hongkong und Südkorea hat mir gezeigt, wie stark die Radiologie von Entscheidungen auf Systemebene geprägt wird.

Diese Perspektive schränkt nicht ein, sie schafft Klarheit: Sie zeigt, wo Veränderung ansetzen kann. Das Patientenerleben ist nicht festgeschrieben – es lässt sich durch bessere Systeme, Finanzierungsmodelle, Arbeitsabläufe und Hilfsmittel verbessern.

Die Radiologie wird sich technologisch weiterentwickeln. Doch die Kernanforderungen bleiben unverändert: Patient:innen brauchen Sicherheit, das Personal braucht Unterstützung, und Systeme müssen unter Druck funktionieren.

Manchmal ist es das Verständnis anderer Systeme, das die eigene Praxis sichtbarer macht.