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Das 1x1 der Patientenlagerung in Bauchlage

Geschrieben von Laurent Mager | 13.12.2021 12:45:00

Sowohl in der CT als auch in der MRT gibt es immer wieder Indikationen, die eine Lagerung des Patienten in Bauchlage zur Folge haben. Auf dem Bauch zu liegen ist in einer bequemen „Schlafposition“ weniger das Problem. Doch wenn man sich einer Untersuchung unterziehen muss, kommen neben der deutlich härteren und schmaleren Untersuchungsliege zum Teil Bewegungseinschränkungen, Nervosität, Atemproblematiken, Angst und Schmerzen hinzu.

Des Weiteren kann man, wenn man sich zu Hause in eine solche Position begibt, jederzeit bewegen und aufstehen, was während der Untersuchung nicht geht und was das Warten auf das Ende der Prozedur teilweise endlos wirken lässt.

Zu den häufigsten Situationen in Bauchlage gehören die folgenden Untersuchungen und Behandlungen: 

  • Hand – und Ellenbogengelenk CTs und MRTs
  • Mamma CTs und MRTs
  • Interventionen, Drainageanlagen und Punktionen vor allem im Wirbelsäulenbereich im CT und MRT
  • Spezielle abdominelle Indikationen im MRT und CT

Schon wenige Minuten genügen, um aus einer unbequemen, drückenden Stelle eine schmerzhafte Situation entstehen zu lassen. Wenn während der Untersuchung der Schmerz im Fokus der Patientin steht, kann sie sich weniger auf mögliche Atemkommandos geschweige denn auf ein möglichst ruhiges Liegen konzentrieren. Untersuchungsunter- und abbrüche können die Folge sein und verhindern hochwertige Befunde und Behandlungsergebnisse.

Es gibt einige Massnahmen, welche sich in der Routine bewährt haben und durch die sich die beschriebene Problematik verbessern lässt. Dabei spielen nicht nur eine gute Kommunikation und Aufklärung zur Begründung der Lagerung sondern auch eine auf die Bedürfnisse des Patienten angepasste Lagerung eine grosse Rolle. Hierbei gilt es auf Folgendes zu achten:

  • Füße unterpolstern, z.B. mit Rolle, Kissen oder Keil, um die Knie und Sprunggelenke zu entlasten aber auch um die Spannung aus dem unteren Rücken zu nehmen.
  • Kopf bequem positionieren:
    • der Patient muss atmen können (Hilfsmittel zur Gesichtsaussparung wie das PearlFit Forehead Kissen von Pearl Technology eigenen sich hierzu optimal)
    • die Halswirbelsäule sollte durch die Lagerung nicht überstreckt werden, den Kopf nicht zu hoch unterpolstern.
    • die Kopfhörer im MRT dürfen nicht drücken und müssen trotzdem ihren Zweck erfüllen (ggfls. zusätzlich Ohrstöpsel anbieten).
  • die Arme, die nicht untersucht werden, zur Unterstützung der Kopfposition verwenden. Achtung, auch der Handrücken kann nach einer Weile drücken!
  • die Schulter muss zwingend in der Achselhöhle unterpolstert werden bei der „Superman“-Stellung, da der Arm schnell einschläft und die Schulter und die Halswirbelsäule starke Schmerzen verursachen können.
  • möglichst großflächig und gleichmäßig lagern, um druckempfindliche Stellen zu entlasten (z.B. Brustbein, Rippenbogen). Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Kissen, die verwendet werden, nicht selbst zur Belastung werden (zu achten ist auf Stärke des Kissens, mögliche harte Stellen wie Schnallen, Gurte oder Verschlüsse).
  • Patienten mit starker Lordose (Hohlkreuz) sollte man ein flaches Kissen auf Höhe des Unterbauches anbieten, da sonst der untere Rücken massiv Schmerzen verursachen kann.

Gerade für diese schwierigen Situationen gilt – “Übung macht den Meister“ – und am besten lässt sich für Verbesserungen sorgen, wenn gemeinsam im Team die Lagerungssituationen mit unterschiedlichen Hilfsmitteln nachgestellt, Erfahrung ausgetauscht und diskutiert werden.

Credits an: Dorina Petersen für die Aufbereitung der Inhalte https://www.dorina-petersen.de